Chaosplanet.de

Vor wenigen Wochen wurde die Subdomain chaosplanet.phlekmaz.de auf eine Topleveldomain chaosplanet.de umgestellt.

chaosplanet.wordpress.com wird seit März nicht mehr weitergeführt, sondern auf der Topleveldomain (siehe Link).

Cheerio.

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HIIEER.

HIER <— geht es jetzt weiter!!! Die wichtigsten Sachen funktionieren. Bitte euch, sofern ich da überhaupt drin stehe, eure BLOGROLL/LINKLISTE zu aktualisieren.

Das ist hiermit der letzte Beitrag auf diesem Blog. Man sieht sich ;).

UMZUCH zum NEUEN BLOG.

Es dauert zwar noch ein bisschen, aber wenn ich dieses äußerst kompliziert geschriebene Theme dann mal im Griff haben sollte (wenn ich vorher nicht das Script verpfusche), dann geht es demnächst hier weiter. Posts werden ab sofort schon dort online getan, aber hier werdeich noch ein weilchen bleiben, bis ich dort alles fertig habe.

1829 und das Nasenbluten der Mathematik.

Ich weiß, ich hätte es wahrscheinlich gar nicht tun sollen. Aber ich trage prinzipiell keine Uhr. Seit vielen Jahren schon. Uhren nerven einfach am Handgelenk. Ist bei mir so. Egal. Ich habe mich in die Teilbibliothek für Mathematik begeben. Ich wollte nur schauen, ob ein Platz im Computer-Pool frei ist. Aber – wen wundert es – nicht in dieser Teilbibliothek. Auf dem Gang habe ich dann einen Mathematik-Studenten gefragt, ob er mir die Uhrzeit mitteilen könne.

Was dann passierte, ist nicht nur unglaublich, sondern entspricht echt jedem Klischee. Er glotzte auf seine Uhr, stotterte übelst nervös irgendwas und sah mir nicht in die Augen. Ich bat ihn zu wiederholen, er tat es nur ein wenig lauter und ließ mich stehen. Ich glaube ich hab den Mathematik-Prototyp-Studenten erwischt, der bei einer aufkeimenden (wenn auch belanglosen) Interaktion gleich Nasenbluten und Herzrasen bekommt. Sehr eigenartig. Wenn es nicht zwingend notwendig ist, dann meide ich in Zukunft diesen Universitätsbereich.

1646 und mein Zwei-Sterne-Leben Teil 2.

Boah, wie geil Basti, so ein Fahrrad hatte ich auch mal, kennst du die noch… die gab es für Jungs und für Mädchen…„, sagte Ebru heute früh zu mir, als wir dieThULB für ein kleines Päuschen verließen. Und während sie noch ihr ehemaliges Unisex-Fahrrad in den Himmel hob, ließ ich meine Gedanken schweifen und dachte an die vier Fahrräder, die ich in meinem Leben besessen habe. Mein erstes Fahrrad war klein, weiß und hatte Stützräder. Frisch gekauft. Gleich gestohlen und in Polen. Das zweite, ein gelbes BMX, erlag den üblen Machenschaften eines minderbemittelten Nachbarsjungen, den ich im Hauskeller auf frischer Tat ertappt habe, als er es auseinander schraubte.

Weil er zehn war und ich elf oder zwölf, habe ich mit ihm natürlich ordentlich den schmutzigen Kellerboden gewischt. Nachdem ich sein Gesichtsabruck in einer Stahlbetonwand verewigt hatte, dachte ich, er würde es nie wieder tun. Aber nur ein Jahr später montierte er die Räder meines dritten Fahrrades, ein violettes Mountainbike, ab. Ich erwischte ihn leider nicht, aber zwei Wochen später, wie er meinen Fahrradcomputer zerstörte. Neben dem schon bestehenden Gesichtsausdruck kam ein zweiter. Ich war so stolz, als an diesem Abend seine schnaufende Assi-Mutter vor unserer Tür stand und mit ihrer Kettenraucher-Motörhead-Stimme meinen Vater anbläkte, ihr Sohn hätte Blut im Urin. Das waren Momente, die mich und meinen Vater näher brachten. Und hätte ich zu dem Zeitpunkt schonmal eine Nummer geschoben, wäre es das erste Bier mit ihm gewesen. Vielleicht hätte er mich ja auch „Mann“ genannt. Nun ja.

Und dann kam mein viertes und letztes Fahrrad. Ein schweineteures schwarzes Bike, mit Y-Rahmen, Vorder- und Hintergabelfederung mit Scheibenbremsen. Es war so geil. Von 1999 bis 2001 hatten wir beide die geilsten Erlebnisse.

Einmal hatte ich einen Unfall, der mein Leben zum ersten Mal so auf den Punkt brachte, dass ich nicht mehr leugnen konnte, ein Knüppel zu sein. Basti fuhr wie immer fröhlich mit 190 km/h durch die Wohnsiedlung, als mir eine Fliege, eine Biene oder ein anderes Insekt in die Fresse flog. Ich verzog vor Schreck das Lenkrad und knallte in einen parkenden roten Wartburg. Gott sei Dank hat diese „Automarke“ keine Alarmanlage. Da lag ich dann, den Y-Rahmen zu nahe an meinem zu dem Zeitpunkt immer noch verstaubten Familienschmuck und überlegte mir, was ich spektakuläres schildern kann, wenn man mich auf meine verschorften Unterarme ansprechen würde. Konnte doch keinem erzählen, dass eine Fliege oder so der Grund für die Aktion war. Irgendwie war mir dann klar, dass Fliegen sich nicht umsonst in der Nähe von ausgeschiedenem Stuhlgang oder Müll aufhalten. Wieso dann auch nicht in meinem Gesicht? Das war der Beginn meines Zwei-Sterne-Lebens.

2001 klaute man mir mein Fahrrad, obwohl ich ein stahlverstärktes Schloss hatte. Als ich von oben kam, mit meinem Sattel in der Hand, stand ich vor einem aufgeschnittenem Schloss, es regnete und ich fing an zu stinken, weil das so ein erbärmliches Bild gewesen sein muss: ich im Regen stehend vor einer Laterne, davor ein offensichtlich absichtlich kaputt gemachtes Fahrradschloss.

Das tat so weh, ich hatte seit diesem Ereignis nie wieder ein Fahrrad. Der Schmerz sitzt immer noch zu tief.

Dann endete mein Tagtraum und ich stand mit Ebru in der Stifte-Abteilung eines Schreibwarenladens und musste mit Stifte aussuchen. In diesem Kontext ist es legitim davon auszugehen, dass man mein Zwei-Sterne-Leben zu einem Ein-Stern-Leben degradieren sollte.

1600 und das Beuteltier.

Wenn ich vorstellen darf: mein Dozent für Kommunikationswissenschaft, Prof. Dr. Ruhrmann, wie er (anscheinend) leibt und lebt (achtet auf die Tüte – so geil).

0638 und Gespräche incognito.

Hab gestern was aufgeschnappt, das – wie ich gestehen muss – mich schon ein bisschen zum Schmunzeln gebracht hat:

Der eine Typ zum anderen Typ:

Mach dir keinen Kopf, wegen dem Typen gestern, jeder kassiert mal einen Korb. Konntest du ja nicht wissen, dass er hetero ist.

Klar war es nicht die feine englische Art, sich so lautstark über deinen Tanga lustig zu machen… der war doch nur neidisch. Hey, komm, andere Väter haben auch hübsche Söhne.

Irgendwie finde ich das immer noch lustig, auch wenn es mir leid tut, dass er wohl einen Korb bekommen hat.