1829 und das Nasenbluten der Mathematik.

Ich weiß, ich hätte es wahrscheinlich gar nicht tun sollen. Aber ich trage prinzipiell keine Uhr. Seit vielen Jahren schon. Uhren nerven einfach am Handgelenk. Ist bei mir so. Egal. Ich habe mich in die Teilbibliothek für Mathematik begeben. Ich wollte nur schauen, ob ein Platz im Computer-Pool frei ist. Aber - wen wundert es - nicht in dieser Teilbibliothek. Auf dem Gang habe ich dann einen Mathematik-Studenten gefragt, ob er mir die Uhrzeit mitteilen könne.

Was dann passierte, ist nicht nur unglaublich, sondern entspricht echt jedem Klischee. Er glotzte auf seine Uhr, stotterte übelst nervös irgendwas und sah mir nicht in die Augen. Ich bat ihn zu wiederholen, er tat es nur ein wenig lauter und ließ mich stehen. Ich glaube ich hab den Mathematik-Prototyp-Studenten erwischt, der bei einer aufkeimenden (wenn auch belanglosen) Interaktion gleich Nasenbluten und Herzrasen bekommt. Sehr eigenartig. Wenn es nicht zwingend notwendig ist, dann meide ich in Zukunft diesen Universitätsbereich.

7 Kommentare »

  Robby wrote @ Februar 21, 2008 at 6:58 Uhr nachmittags

*harhar* - du kannst einem aber auch “Angst” machen. Und dank der Ausrufezeichen mein’ ich das nicht mal nur ausschließlich spaßig :D (Respekt/Ehrfurcht würde als Begriff besser passen)

  bastih wrote @ Februar 21, 2008 at 7:12 Uhr nachmittags

BITTE?
ehrfurch vor MIR?
robby, bei unsrem nächsten treffen - sorry, das es WIEDER zeitlich nich funzt - zieh ich mir einen lächerlich engen pollunder an…. dann sehen wir weiter, okay ;)?

  saripari wrote @ Februar 21, 2008 at 7:57 Uhr nachmittags

Vergiss die Karottenhosen nicht!
Und es gibt ja auch einen Grund, warum Klischees Klischees sind, nech.

Ich trag auch keine Uhr, obwohl ich gerne eine hätte. Mein Problem ist dass ich sie einfach meistens verliere oder die auf seltsame Art und Weise und völlig unergründlich nicht funktionieren oder nach ca. 3 Wochen kaputt gehen oder mir einfach nicht mehr gefallen.

  Para wrote @ Februar 22, 2008 at 7:51 Uhr vormittags

an meinen armen ist kein platz für soetwas unwichtiges wie eine armbanduhr ^^ dafür hab ich so allerlei kleinkrams an den gelenken.. wie zum beispiel.. die muscheln aus dem letzten urlaub meiner liebsten.. oder.. lederbändchen.. ^^

und für die uhrzeit muss dann immer mein handy herhalten, die kleine Schlampe, die ;)

  Ai Hua wrote @ Februar 24, 2008 at 2:40 Uhr vormittags

Also die Informatiker und Mathematiker, die die Bibliothek mit Ethnologen und Politologen “hier”, also mit mir, teilen sehen normaler aus, als die meisten Philosophen. Ich habe in dem Proseminar noch gerade die Ästhetiker auf meinem Pult verzweifelt geordnet, während der Typ neben mir aufstand und die schrägsten, wahrscheinlich genialsten Diskussionen losstieß und dabei einen Schneeanzug anhatte. Die von der Sorte, die ich als vierjährige trug…

  andreschneider wrote @ Februar 28, 2008 at 10:50 Uhr vormittags

Ich trage auch keine Uhren. Seit 1995 nicht mehr. Und war bislang nie unpünktlich.

  pulsiv wrote @ Februar 28, 2008 at 2:48 Uhr nachmittags

der fand dich halt süß.
die einfachsten erklärungen sind meißt die richtigen. ;)

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