1559 und Lustiges in disguise.

Weil ich das hier letztens auf dem Abfallkalender gelesen und kommentiert habe, wollte ich mich nochmal korrigieren.

Ich sagte, dass lustiger Stoff kaum geeignet sei für anspruchsvolle Filme und Literatur. Ich vertrete diese Position nach wie vor, wenngleich ich sagen muss, dass ich gerne mal lustige Kolumnen lese oder mir eine Komödie reinziehe. In Büchern mag das noch ganz witzig sein, wobei ich eben klar stellen muss, dass es selten ein anspruchsvolles Buch ist (oder einen tiefergreifenden Stoff inne hat), bei dem man Lachen muss. Lustige Filme – also Komödien – sind zum Abschalten, sie sind witzig, ob sie als „gut“ zu bewerten sind, sei – das gilt auch für „lustige“ Bücher – Aufgabe des individuellen Geschmackes und der subjektiven Meinung des Lesers/Sehers.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Filme von und mit Woody Allen sind lustig und und tragen doch etwas essentielles in sich. Auch Filme mit Bill Murray (Tiefseetaucher, The Royal Tennenbaum’s, etc.) sind lustig und haben doch etwas sehr nachdenkliches. Liegt daran, dass sie Witziges benutzen um Schwerverdauliches verdaulich zu machen.

Das ist ein himmelweiter Unterschied zu anderen Komödien, bei denen man abschaltet und lacht.


15 Kommentare »

  Sebastian wrote @

Die Frage ist halt auch, wo der Anspruch anfängt oder die pure Unterhaltung aufhört oder wie auch immer. Bei Mel Brooks zum Beispiel sind die Grenzen ja manchmal recht fließend :-)

  bastih wrote @

der anspruch ist möglicherweise da, wo man über etwas schmunzelt oder lacht, was anders – genauer: realer – nicht zum lachen wäre, wenn man also zustände zweckentfremdet, sie ablöst von ihrer eigentlichen sache. aber das is eben schwierig einzuschätzen.

mel brooks, leslie nielsen…. super lustig… allerdings ehr dochunterhaltung…. ach keine ahnung. schwierig, hast schon rehct. würdest du deren humor (nach deiner ddefinition von dem begriff) „anspruchsvoll nennen? ich meine es soll dich ja nur zum lachen bringen und nicht lachen+nachdenken bzw. lachen+X…!?

  saripari wrote @

Hm, für Unterhaltung und Essenz biete ich an: Little Miss Sunshine.

Und Superbad. Also, der hat auch was, aber vielleicht interpretiere ich einfach zu viel da rein.. ;)

  Sebastian wrote @

Nein, Superbad ist einfach geil. Okay, nach der Message, die tiefer als „Wahre Freundschaft siegt und zum Ficken braucht man keinen Alk“ geht, müsste ich noch suchen, aber trotzdem Spitzenfilm und auf jeden Fall um einiges „intelligenter“ als American Pie.

  MuGo wrote @

Könnt ihr den nicht mal bei rtc.org reinstellen?

  bastih wrote @

@saripari
yo, der is wirklich witzig *g*

@sebastian
auf dieser seite herrscht american-pie-verbot *g*.

@mugo
uat?

  MuGo wrote @

rtc.org – kennt man doch. Aber ich such mir jetzt doch nen Torrent; das geht wahrscheinlich schneller…

  bastih wrote @

*zwinker*

finde deinen beitrag zum film „signs“ übrigens sehr gelungen. der film steht auch auf meiner liste der guten filme.

  MuGo wrote @

Ah, endlich mal jemand, der wahre Qualität erkennen kann!^^

  bastih wrote @

jap…. studiere dies ja…. da sollte man irgendwie irgendwann auch mal die spreu vom weizen trennen können…. tschuldigung für diesen assi-spruch :D .

aber das alien war ziemlich am ende so zu zeigen, fand ich ein wenig schade…..!

  MuGo wrote @

Wie meinen?

  bastih wrote @

oh. verwirrende worte meinerseits. ich wollt sagen, dass das alien am ende ein wenig lächerlich gewirkt hat und die wirkung des filmes, die meines erachtens ziemlich intensiv und gelungen war, irgendwie ein wenig zunichte gemacht hat. trotzdem: klasse film.

  MuGo wrote @

Stimmt schon – aber irgendwie musste es ja aufgelöst werden.

Aber klar, ganz ohne Aliens wäre der Film noch eine Spur großartiger.

  bastih wrote @

ich finde man hätte es so auflösen können, wie es passiert ist… nur das man es eben nicht SO zeigt. außerdem war mir das wesen zu menschlich. vielleicht war das aber auch eine kleine intension des filmemachers.

  MuGo wrote @

Zuzutrauen wäre es Shyamalan auf jeden Fall – ich glaube aber, dass es eher etwas damit zu tun hat, dass menschliche Monster einfach noch gruseliger wirken – genauso, wie ja auch zu menschliche Roboter nicht angenommen werden. Nichts macjt uns mehr Angst als das, was uns vertraut ist und wir doch nicht kennen und verstehen.

Allerdings kann es genauso gut sein, dass sich einfach keiner Gedanken gemacht hat und jemand gesagt hat: „Packt halt irgendein Alien rein, dann kriegen wir die SciFi-Fans!“


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