Weil ich das hier letztens auf dem Abfallkalender gelesen und kommentiert habe, wollte ich mich nochmal korrigieren.
Ich sagte, dass lustiger Stoff kaum geeignet sei für anspruchsvolle Filme und Literatur. Ich vertrete diese Position nach wie vor, wenngleich ich sagen muss, dass ich gerne mal lustige Kolumnen lese oder mir eine Komödie reinziehe. In Büchern mag das noch ganz witzig sein, wobei ich eben klar stellen muss, dass es selten ein anspruchsvolles Buch ist (oder einen tiefergreifenden Stoff inne hat), bei dem man Lachen muss. Lustige Filme – also Komödien – sind zum Abschalten, sie sind witzig, ob sie als “gut” zu bewerten sind, sei – das gilt auch für “lustige” Bücher – Aufgabe des individuellen Geschmackes und der subjektiven Meinung des Lesers/Sehers.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Filme von und mit Woody Allen sind lustig und und tragen doch etwas essentielles in sich. Auch Filme mit Bill Murray (Tiefseetaucher, The Royal Tennenbaum’s, etc.) sind lustig und haben doch etwas sehr nachdenkliches. Liegt daran, dass sie Witziges benutzen um Schwerverdauliches verdaulich zu machen.
Das ist ein himmelweiter Unterschied zu anderen Komödien, bei denen man abschaltet und lacht.
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Die Frage ist halt auch, wo der Anspruch anfängt oder die pure Unterhaltung aufhört oder wie auch immer. Bei Mel Brooks zum Beispiel sind die Grenzen ja manchmal recht fließend