Archiv für Januar, 2008
1511 und Inkarnation von Hoffnung und Liebe.
Meine Sendefrequenz ist in einigen Momenten gelähmt. Momente, die schief stehen, weil die Fähigkeiten des Architekten manchmal zu langsam sind, um seinen Vorstellungen gerecht zu werden.
So war es. Es war im September. Es war die Zeit, als meine Vorstellung eigenartiger Weise keinen Kontakt mehr hatte mit der Vorstellung der Frau, die ich liebe. Sie orientierte sich an etwas Neuem. An jemand Neuem. Das Gefühl, dass man hat, wenn man gesagt bekommt, dass man nicht mehr begehrt wird vom Partner, weil wer neues dein Nest in ihrem Kopf eingenommen hat, ist so unbeschreiblich. Es ist so, als würde man so viel Blut verloren haben und kurz vor einem Kollaps stehen, nur das sich das im Bauch abspielt.
Also, was habe ich getan? Ich habe mich geblendet, mich verachtet, dass ich wieder etwas nicht erhalten konnte. Und ich war bereit Schritte zu gehen, die mir das Gefühl aus meinem Bauch amputieren, dass mich so demütigt. Ich traf jemanden und schlief mit ihm. Da war ich der Frau, die ich liebe so nah. Ich hab sie in eine Box gesperrt und wollte, dass sie an meinem Gefühl ertrinkt. Ich wollte mir bewusst machen, dass ich verlassen worden bin und nichts dafür konnte, weil ich unfähig war zu verhindern, dass mein Nest ernsthaft von jemand anderes eingenommen werden könnte.
Und dann stand ich wieder vor ihr. Der Frau, die ich liebe, die mich wollte und mir das Gefühl gab, dass sie die Tür nicht öffnete um mich um Verzeihung zu bitten, sondern, weil ich hinter dieser Tür zuhause war. Auch in den zwei Septemberwochen, wo ich es nicht war. Der Kontakt in diesem Augenblick war die Inkarnation meiner Hoffnung.
Leute, die glauben, dass Schmerz kein Zeichen von Liebe ist, die hätten die Tränen sehen sollen, als ich ihr sagte, dass ich im Zeitraum der zweiwöchigen Abstinenz mit wem anderes geschlafen habe. In dem Moment wurde mir klar, dass Schmerz ein Indiz dafür ist, dass auch etwas stimmen kann, wenn so gar nichts stimmt. Und wenn das tränenüberströmte Gesicht die dann sagt, es sei schon okay, dass man mit wem anderes geschlafen hätte, dann wird jede Berührung, die sich unmittelbar anschließt, zu einem Inferno, dass einen paralysiert.
In dem Moment wurde mir klar, dass nichts was ich geistig in dieser Beziehung besessen habe, verloren gehen kann, wenn es schmerzt. Dann, wenn der Kontakt da ist, wirkt dieses Gefühl. Und ob man nun darauf wartet, dass man sich selbst erlösen kann, sich selbst glücklich machen kann, ist stets davon abhängig, was man geistig besessen hat.
Und ob man nicht schon abgeschlossen hat mit einer Sache, die man, wenn es vorbei ist, nur noch zuende denken kann.
Das, liebe Leute, ist es nämlich. Man kann zu ende denken. Zu ende lieben? Das geht nicht. Nicht wenn man etwas geistig besessen hat. Möglicherweise, wenn man denkt, dass das Nest im Kopf des Anderen Fort Knox ist.
Das Gefühl, dass ich hatte als ich an ihrer Tür stand und klingelte, war strange. Ich wusste nicht, dass sie sich entschuldigen würde, sie wusste nicht, dass ich mich noch entschuldigen musste. Diese Situation war ein ungetestetes Modell, dass jeder besitzt, aber keine Ahnung hat wofür man es braucht.
Es ist da. Und es funktioniert.
1003 und Schwanzvergleich.
Ungefähr acht Wochen später. Vor acht Wochen war ich Kaffeetrinken. Ich erinnere mich an Hannah, Thomas und Freddy. Nervosität lag in der Luft, weil in dem Café – ach scheiße, ich umschiffe den Namen jetzt nicht: das verdammte Café heißt verdammt noch mal Quirinus und ist verdammt gut – täglich von zwölf bis dreizehn Uhr ein Rauchverbot herrscht. Thomas ging. Ich weiß nicht mehr wohin. Und wir waren nur noch zu dritt. Da es beklemmend werden kann, wenn zwei nikotinsüchtige Frauen ihre Sucht nicht stillen können, beschloss ich das Thema Schwänze anzusprechen. Wir reden natürlich vom männlichen Genital. Ich dachte das Thema würde gut passen, schon allein, weil mindestens einer am Tisch verklemmt war und sich mit jedem ausgesprochenen Wort pikiert zeigen musste. Wenn du dann zusammenhangslos das Wort „anal“ aussprichst, kannst du unter dem Tisch hören, wie jemand sein Handy auf und zu klappt und den Schweiß seiner Hände vom Display wischt. Ich habe im Vorfeld auch berechnet, wie lange es dauern würde, bis man auf Schwanzgröße zu sprechen kommt. Zwanzig oder dreißig Sekunden. Mehr nicht. Ich hatte natürlich Recht. Das Gespräch erleuchtete mit der Kraft einer Sieben-Watt-Glühbirne unsere Interaktionskette. Freddy packte schmutzige Details aus. Sie war also nicht der Verklemmte am Tisch. Ich auch nicht, weil es meine Idee war über Schwänze zu sprechen.Dann sagte Freddy etwas, was mich ins Grübeln brachte und mich bis jetzt noch beschäftigt. Davon mal ganz abgesehen, dass ein Smalltalk über Schwänze zu einer tieferen Erkenntnis führen könne eher ungewöhnlich ist, war es das Detail, dass mich verwunderte. Ich zitiere: „Na sechs Zentimeter Durchmesser ist doch schon Durchschnitt, oder?“, während sie mit ihren Fingern eine Länge von sieben bis acht Zentimetern zeigte.Sechs Zentimeter, Leute. Wer glauben möchte, dass ich jetzt ernsthaft über Schwanzgröße schreibe, der soll es ruhig tun.Sechs Zentimeter. Ist Freddy der Alptraum aller pädagogischen Heilungsmethoden des Dr. Sommerteams? Ist sie eine der bösartig von der DUREX-Statistik übergangenen Frauen, die in einsamen Nächten von Schwänzen träumen, die in jeder Kondom-Statistik entweder ungern gesehen oder ad absurdum geführt werden? Es gibt so viele Rätsel auf dieser Welt, die ich partout nicht verstehe. Wieso sind die Witze des begleitenden Erzählers in Sendungen, in denen auf Privatvideos gezeigt wird, wie der kleine Nachbarsjunge sich die Vorderzahnfront an der Wippe ausschlägt, so entsetzlich mies und übertrieben auf Wortwitz abgezielt? Wie schaffen es Moderatoren in billigen Abzockersendungen, in denen man teuer anrufen darf (Dankeschön), über vier Stunden lang denselben Scheiß in immer anderen Worten zu erzählen? Die Schwanzgrößenfrage ist nach diesem Tag ein paar Sprossen (Dankeschön) höher geklettert auf der Leiter der Fragen, für die sich doch jeder interessiert.Jede erwachsene und halbwegs selbstbewusste Frau rollt mit den Augen beim Thema Schwanzgröße. Und als intelligenter Kerl tut man das ebenso vor diesen Frauen, um ebenfalls Selbstbewusstsein zu heucheln, damit man mit der erwachsenen und halbwegs selbstbewussten Frau in die Kiste kann.Dr. Sommer versucht uns seit Jahrzehnten in die Köpfe zu prügeln, dass man sich eigentlich entspannen soll, ein Bad nehmen oder eine Kerze anzünden soll. So löst Dr. Sommer Probleme. Und nun saß ich da am Tisch und hoffte, Freddys Angabe nicht bestätigen zu müssen. Da Hannah es bereits tat, war ich aus dem Schneider und verkniff mir weitere Fragen, die zu Gegenfragen führen könnten.Egal was Frauen mit sexueller Erfahrung über Schwänze sagen, es entspricht erst dann der Wahrheit, wenn einem als Mann der Mund offen stehen bleibt. Das wird jede halbwegs nicht selbstbewusste Frau natürlich abstreiten. Und ich schätze das 80% der Frauen zwischen 16 und 24 bei so einem Thema nicht selbstbewusst sein können. (Die Quote bei Männern liegt noch höher würde ich sagen, aber ich unterhalte mich nicht so gerne mit Männern über Schwänze.) Worauf will ich hinaus, liebe Leute?Auf einen Lifestyle. Nein, auf den Lifestyle. Es beginnt bei „Ja, mein Ex-Freund hatte einen größeren als du, aber der Sex war so furchtbar unangenehm…“ und endet in einem Café mit dem Satz „Na sechs Zentimeter Durchmesser ist doch schon Durchschnitt, oder?“. Wer so was äußert hat den ganzen Trieb- und Reproduktionsinstinkt des Menschen begriffen. Geschissen auf das Subtile. Sex ist heutzutage zu einem Sport verkommen, je weiter desto besser, je höher desto fabulöser. Nur schneller sein darf man nicht (Dankeschön).Es schlummert in unseren Eingeweiden. Fast alle gehen unehrlich bzw. verklemmt mit dem Thema um. Und wenn man so was mal anschneidet und die Eier auf den Tisch packt bekommt man die Antwort, die kein Typ hören will, aber in etwa das widerspiegelt, worum es in dieser Lifestyle-Epoche geht: Es geht um Power, um Leistung und um Erfolg. Die Medien haben uns fit gemacht. Viagra war die Revolution. Und wenn man beim Sex an Al Bundy denkt (und es dann aufgrund von situationsbedingter Konzentrationsschwäche auch noch aus Versehen laut sagt, Dankeschön), dann beweist das nur eins: wir spielen das Spiel mit. Wir müssen, weil es jeder tut. Sagen wir mal die meisten. Gut, meinesgleichen ist einer (wie war das gleich?) von Gottes eigenen Prototypen, der für eine Massenproduktion nie in Betracht gezogen wurde. Damit meine ich das Gespräch und den Gedankengang, nicht meinen Penis, ja? In Wahrheit habe ich nämlich aus einem mexikanischen Gonzo-Muschi-Heft erfahren, dass man in Mexiko die Ansicht vertritt, ich sei schlecht im Bett. Mein Agent hat mir geraten, dies nicht zu kommentieren, da auch schlechte Publicity eine Form von Publicity ist. Als ich in einem Hotelzimmer wieder zu mir kam, völlig verwahrlost, mein Penis ganz wund und blau gerieben, sah ich den Film „Anchorman“ und fand es lustig, dass es Typen gibt, die ihren Penis „Oszillograph“ nennen und ihre Hoden „James Westford“ und „Dr. Kenneth Noisewater“… ähm….Das Dilemma ist, dass Frauen sich die Brüste vergrößern lassen können, Männer sich aber nicht den Penis; das ist schon mal eine Gewebefrage. Und deswegen werden wir in Zukunft mehr Geld sparen, weil ja die Medizin, besonders die Schönheitschirurgie, heutzutage rockt. Aber in einem Affentempo. Wir werden auf DUREX-Statistiken scheißen, wie es Freddy getan hat. Unsere Schwänze werden alle mal einen Durchmesser von sechs Zentimetern haben. Und wir werden so glücklich damit sein und noch mehr Sportficken betreiben und noch mehr die Partner wechseln, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, dass ein Gespräch in naher Zukunft von einer Frau so eingeleitet werden könnte: „Na zwölf Zentimeter Durchmesser ist doch schon Durchschnitt, oder?“.Und dann sitzt man da als Kerl, sprachlos, mit seinem operierten Sechs-Zentimeter-Durchmesser-Penis und kriegt den Mund nicht zu.Mir wurde ganz komisch, als ich mal in einem Sexshop einen Dildo gesehen habe, der einen Durchmesser von fast zehn Zentimeter hatte. Wie soll das in Zukunft aussehen? Da kommt es einem nur gelegen, dass der Mensch in unseren Breiten „nur“ zwischen 70 und 80 Jahre alt wird. Wir haben Probleme, ey.Zehn Zentimeter! Ein Babykopf hat fast diesen Durchmesser wenn es auf die Welt kommt und man munkelt, dass eine Geburt keine Party ist, die wirklich und ganz ehrlich Spaß macht. Aber rumheulen. Es kommt der Tag, liebe Leute, da können falsche Männerideale nur noch durch eine Geburt befriedigt werden. Und wehe einer schreit dann vor Schmerz. Dann kommt nämlich der wütende arbeitslose ehemalige DUREX-Mitarbeiter, der die Statistik erstellt hat und packt seinen Statistik-Penis aus. Und dann gibt’s richtig Nachtisch, liebe Frauen. Und jeder (besonders Typen), der jetzt kommt, mit dem Augenrollen im Gepäck und Sprüchen wie „Das sind keine echten Probleme“, „Das ist pubertär“, dessen Gesicht und Gedanken möchte ich sehen, wenn der Partner einem ehrlich sagt, dass der Schwanz des Vorgängers größer war, ohne den Beisatz „…, aber das war so furchtbar unangenehm“. Manchmal steckt in meinen ironischen und absoluten Aussagen ein Fünkchen Wahrheit, glaube ich.Um es noch mal zu sagen: es geht in diesem Text nicht unbedingt (natürlich schon) um Schwänze. Das Problem hätte ich auch anders in Worte kleiden können. Abstrakt bleiben.
2330 und 1000 Tage bastiH.
Ich will nicht prolln, oder so. Aber heute bin ich seit genau 1000 Tagen online mit Blog und so. Ich finde, ich verdiene Blumen, Pralinen, semi-ernstgemeinte Sexangebote und Beifall.
2041 und I want to walk beyond the line.
Ich weiß, was mich 2007 irgendwie gestört hat. Kaum Erinnerungen. Ich meine, abgesehen von dem Engel aus Mannheim, stagnierte alles ein bisschen. Ich bin vorallem gegen Ende des Jahres irgendwie in einen eigenartigen Zustand gerutscht. Man sagt mir, ich denke zuviel nach. Das stimmt wohl. Man sagt mir, ich sei deswegen lethargisch. Das stimmt auf keinen Fall.
Irgendwie hat wieder keiner gerafft, dass ich nicht lethargisch, depressiv oder immer nur traurig bin, sondern einfach nur sehr nachdenklich. Ich reflektiere nunmal viel. Wieso überfordert diese Eigenschaft nur soviele?
Und ich muss jetzt mal eine Beichte ablegen, auf die ich nicht stolz bin, die mir aber bewiesen hat, wie wichtig Erinnerungen sind. Wenn die nämlich real präsent sind, dann würde ich mich nicht so sehr ins Innere zurückziehen. Ich hab die Fresse voll von Leuten (insbesondere ein Herr aus Jena, der mich schwer enttäuscht hat), die ihr Leben auf einem Ersatzgleis fahren und Menschen verurteilen, die einfach noch Fantasie in ihre Macken packen.
Ich habe die Schnauze voll von Menschen, die sich zwar auskotzen können, aber nicht mal ansatzweise in der lage dazu sind, einem das Gefühl zu geben, auch mal Dampf abzulassen. In mir herrscht ungemein Druck. Adriani, meine Schwester, Adriani, Adriani. Das waren die Menschen, die 2007 mir das Gefühl gegeben haben ein Mensch zu sein, der so leben darf, wie er sich es vorstellt. Egal wie merkwürdig meine Vorstellungen waren. Sie sind den Meisten zu Nutze gekommen. Ebru. Die hat dieses Jahr echt Mist gebaut. Die war aber immer da, wenn man sie gebraucht hat.
Meine Schwester. Sie könnte mir nicht ungleicher sein. Die Kommunikation, die wir haben. Die ist so wundervoll. Sara. Eine Person, die das ausspricht, was man zwischen den Zeilen vermutet, aber nicht aussprechen kann, weil das Vokabular nicht da ist.
Ich habe Silvester viel Scheiße gebaut. Da auch meine Eltern hier lesen, entschuldige ich mich. Wir reden noch *gg*.
Ich fass es kurz zusammen.
Rumkriechen in sämtlichen Gärten Altlandsbergs. Eine Fast-Verfolgungsjagd mit einem Rottweiler. Löffeln in Vorgärten. Hecken in die schönsten Hecken. Straßencurling, bei 20km/h das Aussteigen üben, falls mal eine Situation entsteht, die einen starken Abgang verlangt. Surfen auf einem Autodach und einer Motorhaube. Es ist natürlich nichts passiert. So sehr ich das Kharma ficke, es ist mir wohl gesonnen. Ich will es trotzdem nicht überstrapazieren.
Wieso die ganze Scheiße? Wenn man nachts arbeiten gehen muss, tagsüber in der Uni ist, sogenannte Freunde in Jena einen nach Lust und Laune verarschen, sich Monotonie einstellt und permanenter Stress. Dann ist es passé mit Erinnerungen. Ich scheiß auf Aussagen wie IHR KÖNNT DOCH NICHT AUTOSURFEN ODER IRGENDWO EINBRECHEN.
Natürlich kann man das nicht. Besonders nicht, wenn man 23 Jahre alt ist und erwachsen sein sollte. Aber versteht denn keiner, dass man egal wie alt man ist, immer zusammenbrechen wird, wenn keine Erinnerung mehr da ist? Nichts was es wert wäre zu resümieren. Nichts, was einem das Gefühl vermittelt zu leben, auf alles zu scheißen und einfach mal abzuschalten.
Sinn dieser wirklich lebensgefährlichen Aktionen war/ist, dass ich endlich mal wieder spüre, dass ich nicht in meinem Gedanken versinken muss um ein Gefühl der Freiheit zu haben. Verantwortungslos? Ich scheiße da drauf! Ich hab jeden Monat Angst entlassen zu werden, meine Miete nicht mehr bezahlen zu können und mein Studium abbrechen zu müssen. trotzdem kämpfe ich. Deswegen gebe ich mich auch mit 30-35 Stunden Schlaf die Woche zufrieden. Ich kämpfe für was. Für mich. Aber ich habe inneren Druck, der von mir ein Leben fordert, dass ich so nicht geführt habe. Ich bin einer der verantwortungsbewussten Menschen, die ich kenne in meinem Alter. Aber ich werde keine Rücksicht mehr auf das nehmen, das meine Fantasie nach innen einsperrt. Ich will mich an Dinge erinnern können. ich will was haben von mir. Ich will keine Drogen, ich will kein Rumgeficke, ich will einfach nur das Gefühl haben, das Innere real werden zu lassen. Und wenn ich auf eine scheiß Motorhaube dazu steige und auf 50 km/h erhöht wird, dann ist das so. Mit Vernunft wird man nicht vernünftig.
Ich habe solche Angst irgendwann etwas erreicht zu haben und mich an nichts richtiges erinnern zu können, außer an ein paar Parties.

Ich brauche zu dem Ausgleich in meiner Beziehung auch einen Ausgleich in mir, der NUR von kommen kann.
Zur Hölle, ich will mich erinnern. Und ich will leben. Das ist kein Spruch. Das ist so wahr, wie ich es sage. Silvester war ein Moment der Befreiung, ein Schlag mit dem Vorschlaghammer. Ich kann, wenn ich will. Ich kann. Und alle erwachsenen Eigenschaften an mir, brauchen ein Negativ. Zumindest in dieser Gesellschaft. Ich wäre so froh, wenn das jemand so versteht wie ich das meine und mir keine Vorträge gemacht werden, dass ich verantwortunglos bin. Ich bin selber in der Lage einschätzen zu können, was nicht gut ist.
now I dream of you and I still believe there’s only enough for one in this lonely hotel suit.
Leben ist nicht vernünftig. Nur dann, wenn man weiß, dass es die Unvernunft ist, die dich im Gleichgewicht hält, nur dann weiß man, wovon man redet, wenn man es auspricht… dieses große Wort…. Leben.
Ich will das. Unbedingt.
1632 und viele Farben.
Ich bin mir nicht ganz sicher, zu was ich nächstes Jahr fähig sein werde. 2007 liegt ja nun hinter mir und ich bin enorm in Bewegung gesetzt worden. Da ist soviel Radikales in meinem Kopf. Da sind soviele bunte Farben in mir. Mehr und mehr blühte das auf, entwickelte sich das. Die letzten Monate waren voller Zeitlosigkeit. Überall. Arbeiten. Uni. Arbeiten. Und immer weniger Realität. So merkwürdig. Mein Kopf hat angesammelt. Und nun ist das was drin. Etwas, das nach Befreiung verlangt. Nach Taten. Nach Expression. Es wird passieren. Ich kann nur sagen, es ist sehr sehr aufregend, was ich in mir spüre. Etwas, was ich nicht kenne. Und ich habe ein bisschen Angst, weil das neu ist für mich.
Hoffentlich geht alles gut.




