Man weiß, dass man mit sich im Reinen ist, wenn man mindestens eine Stunde lang einfach so im Bett liegen kann und dabei nichts anderes tut außer Musikhören. Ohne was zu wollen. Momente der Panik, die sich sonst so dominant in den Alltag kämpfen, haben keine Wahl. Sie müssen klein bei geben.
Die letzten Tage waren sehr schön. Ich, als überzeugter Geburtstagsrassist, wurde mit einer sehr schönen Überraschungsparty gefeiert. Nach der langen Nacht gab es am nächsten Tag ein sehr leckeres Mittagsessen (Chicken Wings mit Honig-Tomatensoße auf Basmatireis mit Blattspinat) und am Abend dann einen Film von Ridley Scott im Kino (American Gangster).
Das 24. Lebensjahr ist nun da. Ich hab Angst vor dem Älterwerden, obwohl ich merke, dass ich mit der Verantwortung wachse. Ich habe immer noch zuviel Kind in mir, um ein wirklicher Erwachsener zu sein. Ich habe Angst, dass das weggeht.
Tagsüber studiere ich, Abends lerne ich und nachts arbeite ich noch mal zwischen fünf und zehn Stunden. Ich bezahl meine Rechnungen. Ich ernähre mich gesund. Ich habe alles im Griff, glaube ich. Aber ich werde niemals in irgendeiner Form etwas werden, was ich nicht sein kann.
Ich will Spielen. Ich will lustige Dinge denken, ich will merkwürdige Sachen machen. Das liegt in meiner Natur und es macht Spaß. Ich will keine Panik. Ich will mit mir im Reinen sein und Musikhören können ohne was zu wollen.
Aber ich bin manchmal das Bildobjekt, dass nicht sichtbar wird auf dem Bildträger.
Panik weg. Angst weg. Ich will Spielen. Und im Reinen sein.

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Herzlichen Glückwunsch (nachträglich?)… ich bin auch so en Geburtstagsnazi, von daher.. kannst nich zu viel von mir erwarten
Aber ja, im Reinen sein ist schön. Bräuchte ich auch mal wieder. Wie fandest du American Gangster?