Da Mademoiselle Jones und ihre „Leidensgenossin“ Sara mal wieder ihren Scheinwerfer auf Männerphänomene gehalten haben, muss sich Basti mal einschalten und ein zwei Wörter verlieren. Frau Sara hat ja mal zynisch in die Runde gefragt, ob uns schon mal aufgefallen ist, „dass Männer nicht an Frauen interessiert sind, die Humor haben?„
Ganz in ihrer und mir geschätzten Art, hat Frau Jones dazu, eloquent wie sie nunmal ist, mit einem treffenden „Das stimmt“ reagiert. Nun muss ich an dieser Stelle wirklich zugeben, dass ich begeisterter Leser und Fan der beiden coolsten Säue in spé mit Brüsten bin. Da beide eine Schreibe und Art an den Tag legen, die mir schlicht weg einfach nur gefällt.
Die beiden neigen ja gelegentlich dazu, Dinge, die die Männerwelt betreffen, zu überspitzen. Und manchmal haben die beiden einfach nur recht. Deswegen ist es legitim, dass sich beide auf dem Olymp der Erkenntnis die Eier sonnen dürfen.
Hier nun die Perspektive und Meinung eines Beschwanzten zu Saras und Patsys Erkenntnisgewinn:
Ich war ja nun schon mit ein paar Frauen zusammen. Und so ab und an haut der Basti auch mal einen raus, der schon derbe an der Grenze des guten Geschmacks balanciert (Vielen Dank… bitte beruhigen sie sich wieder, Autogramme gibt es später). Erwarte ich von einer Frau, dass sie mich zum Lachen bringt?
Nein. Und ein wirklich ehrliches Lachen mit einer Frau, die ich anziehend finde, gab es nur bedingt. Es war ein solidarisches Schmunzeln, ein Grinsen, hin und wieder auch mit Zugabe. Aber ein richtiges Lachen aus dem Bauch never. Und niemals wollte ich selbst der Clown sein, der seine Püppi zum Lachen bringt mit Fäkalhumor, oder so.
Die Einzige, die mich zum Lachen gebracht hat, war die Frau, die ich nach wie vor liebe. Sie war/ist die erste und einzige Frau, die einfach Dinge erzählt hat, über die ich Lachen konnte. Insiderhumor. Sprüche, Situationskomik, Ironie. Und ich war/bin hin und weg. Ich will keine Püppi, die über jeden Scheiß lacht und mich beweihräuchert, wenn ich ordentlich die Humor-Kuh fliegen ließ (und anschließend mit mir schläft, wobei ich da nur bedingt was gegen habe
). Trotz alledem gibt es ein Phänomen, was weniger mit unserem klischeelastig dargestellten Männerhumor, vielmehr mit Frauenhumor zu tun hat. Es gibt ansehliche Frauen, die haben ein Mundwerk und einen Humor und egal wie geil die aussehen, es führt dazu, diese Frauen nicht mehr anziehend zu finden.
Ihr seht (@Sara und Franzi), dass Humor nur eine verschlüsselte Sprache ist. Ein chiffriertes Sex-Ding. Humor hat immens mit Sex und Zuneigung zu tun. Wenn eine Frau wie der letzte Müllmann redet, dann kann das verdammt lustig sein. Und in dem Punkt haben die beiden Heldinnen wohl recht (ich bin übrigens der Held vom Erdbeerfeld): Sie sind dann zwar lustig, haben aber keinen anziehenden Bezug mehr. Frauen mit solch einem Humor rutschen dann für viele Kerle in die Asexualität ab. Möglicherweise ist das dann auch der Grund, wieso sie sich über alles kichernde Täschchenträgerinnen besorgen, die einen gepflegten schlechten Männerfäkalspruch noch huldigen.
„Männer wollen nicht, dass Frauen lustiger sind als sie [...] Trotzdem. Männer haben da einen Tick. Aber ich glaube, das ist einzig und alleine unsere Schuld. Frauen, die ja so tiefgängig und auch überhaupt nicht oberflächlich sind, sagen fast ausnahmslos immer zuerst ‘Mein Traumprinz soll gaaaaaanz viel Humor haben, das wäre totaaaaal supi!’.„
Spiel. Satz. Sieg, liebe Sara. Warum begreifen Frauen nicht, dass sie sich selbt in die Grauzone des Männerhumors katapultieren. Jeder möchte jemanden an seiner Seite, der einem irgendwie ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Punkt.
Und nun zu dieser interessanten These:
„An dieser Stelle möchte ich auch die These aufstellen, dass viele Männer im Alter von 13 bis ca. unendlich von Kapuzineraffen abstammen und bis heute einige Gene sich noch nicht auf das Menschsein eingestellt haben), fühlen sich Männer von Frauen bedrängt, die AUCH lustig sind. Das ist fast so, als würden wir Frauen ihnen das einzige wegnehmen, was uns noch faszinieren könnte an ihnen.„
Richtig. Nachdem ich gelacht hatte, fiel mir nix besseres ein als „Richtig!“. Aber weißt du was Frauen ankotzt, die einen „ausgeprägten“ Sinn für Humor haben? Sie finden es verdammt scheiße, dass die Püppis mehr punkten. Und sie verstecken dieses Scheiße-Finden hinter der großen Klappe, lustigen Sprüchen und dem Götterkomplex, dass sie selbst eigentlich die bessere Wahl seien. Was vermutlich auch stimmt. Ob lustige Frauen Männern etwas wegnehmen, was an ihnen noch faszinierend sein könnte? Das ist irgendwie schon ein lustiger Gedanke. Was dann sicherlich nach deiner Meinung dazu führt, dass man sich ne Kichererbe als Freundin sucht, um faszinierender zu sein, oder? Die Frage könnte man auch so stellen, liebe Sara:
Suchen sich Typen vielleicht Kichererbsen als Freundinnen, weil Frauen mit „besonders ausgeprägtem“ Humor nicht so faszinierend wirken?
Ja. Meiner Meinung nach. Es geht vielleicht nicht unbedingt darum, der Lustigere, sondern der Interessantere und Faszinierende zu sein. Das Prinzip des Männerhumors ist dem des Frauenhumors also nicht unähnlich. Nur mit dem Unterschied, dass Männer viele Frauen beeindrucken können, wenn sie wirklich humorvoll sind (ich spreche von Fäkalhumor, der nicht unbedingt mein Ding ist, um mal bei eurem Thema zu bleiben). Andersrum ist das was anderes. Frauen können Männer nicht unbedingt mit soetwas beeindrucken, oftmals verschrecken. Vielleicht sollte sich die Damenwelt mal eine eigene Masche suchen
. Trotzdem vielen Dank, für deine echt geile These, Sara. Ohne scheiß, irgendwie steckt schon ein bisschen Wahrheit drin.
Und was die Doppelmoral angeht (das geht auch an Frau Jones) inklusive eines bösen Blickes meinerseits:

Frauen sind die größten Doppelmoralisten, die auf dem Jammertal Welt zuhause sind. Wollen Männer, die sie an die Wand drücken, sich einen Drei-Tage-Bart stehen lassen (ich überspitz jetzt auch mal ein bisschen) und die einfach nur das Arschloch raushängen lassen. Sie prangern gleichzeitig Typen an, die ihre Frauen hintergehen. Was ist ein männliches „Arschloch“, meine Damen? Nur äußerlich oder auch innerlich? Wenn eure Erwartungen nicht so zweideutig wären, dann würden viele (das gilt auch andersrum für Männer) am Ende nicht mit der Doppelmoral kommen. Denn vieles ist ja meist ein und diesselbe Seite der Medaille.
Liebe Sara, du willst niemanden mehr, der dich rettet, weil das in Katastrophen endete (was mir leid tut) oder in Abhängigkeit. Du willst Gesellschaft? Dann lach über die Witze und finde dich damit ab, dass man dich, egal wie gut du aussiehst, niemals anziehend finden wird, wenn du mit deinen Witzen kommst. Lachen wird man sehr wahrscheinlich, weil dein Humor einfach nur der Hammer ist. Aber du wirst asexuell. Und asexuelle Frauen werden von Männern nur für einen einzigen Fick benutzt. Und wenn du Glück hast, dann war das sogar ein Arschloch, einer der dich an die Wand gedrückt hat und sein Ding durchgezogen hat mit Drei-Tage-Bart und verwuschelten Haaren und Riesen-Schwanz. Dann darf man sich natürlich keinen Typen wünschen, der wirklich für einen da ist und einen nimmt wie man ist. Denn solche Dinosaurier gibt es kaum noch. Falsches Männer-Ideal würde ich dir unterstellen, aber deine Artikel rocken eben und treffen immer irgendwie den Nerv des Lesers. Bitte Lächeln, liebe Sara.
Und Franzi ist auch der Meinung, dass die meisten Männer nur quiekende Frauen wollen. Mit dem Horror-Ende „Du bist mir zu albern“ verlassen einige Typen dann solche Quiekfrauen. Recht hat die Franzi. Am Arsch. Typen, die sowas machen gehören recycelt und auf die Metroinsel gesteckt, sterelisieren soll man sie, damit sie in den Klub der kernlosen Weintrauben eintreten können.
Applaus euch beiden, ohne scheiß und jeglicher Ironie. Dennoch werde ich demnächst mal was ähnliches schreiben und es mal aus Kerl-Sicht beschreiben. Denn Frauen sind eigentlich mindestens genauso strulle in der Omme, wie Typen. Vielleicht sollte ich mich mal mit Franzi und Sara treffen, ganz viel Bier trinken und schweinische makabere Witze am Fließband reißen. Und wenn wir dann nicht zu dritt in die Kiste gehen, am besten mit Zuschauern der „Kernlosen Weintrauben“, wird es bestimmt ein unvergesslicher Abend.
Franzi, Sara… ich liebe euch, euren Humor und eure Blogs. Auch wenn wir alle drei an der Schwelle der Asexualität balancieren.





Hah! Basti, oh man! Super geschrieben, und ja, dieser Stellenwert der Asexualität ist mir nicht nur augefallen, er hat sich tief in mir eingeprägt.
Du hast vollkommen recht wenn du sagst, wir würden uns mit unserer großen Klappe verstecken und zeitgleich die hirnlosen Püppchen dissen, die sich an humorvollen Typen faszinieren. Aber ist das jetzt ein Grund, meine Klappe zu halten? Im Endeffekt ist mein Humor meine Art, mich auszudrücken, und wie kann ich mich selbst denn bitte schön abstellen?
Natürlich; ich kann die Fresse halten und mich „entertainen“ lassen von irgendeinem Komiker. Aber das will ich gar nicht. Ich will unterhalten UND unterhalten werden. Das ist doch nicht so schwer, oder? Du sagst es selber: Eine sexuelle Chemie, die sich durch Humor ausdrückt. JA GENAU SO WAS WILL ICH. Aber nicht zum Preis für meinen Charakter. Bin ich in meiner Unterhaltungseigenständigkeit selber Schuld an meinem Schicksal? Muss ich mich irgendeinem Prinz-Gigolo-Metro-Verschnitt beugen, dem ich ständig in die Fresse lachen muss, weil er meint mich damit beglücken zu können?
Glücklich bin ich nämlich erst, wenn er auch mal über meine Jokes lachen kann, und sich dadurch in seiner Stellung als Mann und Herrscher seines Metiers angegriffen fühlt.
Wirklich, scheiss Emanzipation… die bringt uns erst in diese grässliche Bredouille.
Ansonsten, Basti, ich bin absolut dafür dass wir ma einen trinken gehen!